Die Judenhäuser · Hildesheim

Text: Klaus Schäfer

Ab 1939 wurden die Juden in sogenannten Judenhäusern zusammen gelegt. Sie mussten dort mit mehreren Familien in kleinen Wohnungen zusammen leben. Diese konzentrierte Unterbringung half der Gestapo bei der Überwachung der jüdischen Bevölkerung und erleichterte die geplante Deportation. In Hildesheim befanden sich Judenhäuser unter folgenden Adressen:

- Lappenberg 21, Gebäude der jüdischen Schule (12 jüdische Bewohner)
- Teichstraße 27, Gebäude der Synagogengemeinde (10 jüdische Bewohner)
- Hornemannstraße 11 (6 jüdische Bewohner)
- Langer Hagen 65 (6 jüdische Bewohner)
- Friesenstraße 3/4 (17 jüdische Bewohner)
- Friesenstraße 16 (8 jüdische Bewohner)
- Adolf-Hitler-Straße 14, heute Bahnhofsallee (13 jüdische Bewohner)
- Bernwardstraße 3 (6 jüdische Bewohner)

Es lässt sich nicht eindeutig nachweisen, ab wann die jüdischen Bürger in Hildesheim zusammen gelegt wurden, da die Akten bei dem Luftangriff am 22. März 1945 verbrannten. Am 31.03.1942 begann der Abtransport der jüdischen Bürger Hildesheims in die Ghettos und die Vernichtungslager.


Weiterführende Literatur:

Barbara Pinl, Die Deportation der Hildesheimer Juden, in:
Hildesheim im Nationalsozialismus - Aspekte der Stadtgeschichte,
Hrsg.: Hans-Dieter Schmid, Hildesheim 2002

Verfolgung der jüdischen Bürger/innen Hildesheims
Hrsg.: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Bund der Antifaschisten, Kreisvereinigung Hildesheim,
Hildesheim 1988