Kategorie: Hildesheim Personen (Opfer)

Paul S. – Die Geschichte eines Deserteurs

Paul S. kam 1921 in Schlesien zur Welt. Er besuchte die Volksschule und arbeite danach als Bergmann im Kohlenbergbau. Sein Vater beging 1934 Selbstmord. Auch eine seiner Schwestern beging Suizid. Als Jugendlicher wurde er wegen kleinerer Delikte zu kurzen Gefängnisstrafen (3 – Wochen bis 4 Monate) verurteilt. Im Februar 1941 wurde er zu einem Infanterieregiment in Straßburg einberufen und kam im Juli 1941 zum Kampfeinsatz in Russland.

Hermann Spier, der letzte Lehrer der jüdischen Schule in Hildesheim (1938–1942)

Die kleine Schule der jüdischen Gemeinde Hildesheims überstand die Zerstörung der benachbarten Synagoge, die von den Juden auch „Schul“ genannt wurde. Diese jiddische Bezeichnung für das Haus des Betens, Lernens und des sich Versammelns trifft sehr genau die Funktionen, die das rote Backsteingebäude am Lappenberg nach dem 9. November 1938 übernehmen musste.

Paul Urban

Paul Urban wurde 1900 als Ältester von fünf Geschwistern und Sohn einer alten Hildesheimer Familie, mit ihrem Wohnsitz in der Hermannstraße, geboren. Er arbeitete als Dreher, unteranderem in der Pfropfe Maschinenfabrik für Turbinen und Mühlenbau (später VDM, heute Kloth-Senking), war Mitglied der SPD und vor 1930 Mitglied der Ortsverwaltung des Deutschen-Metallarbeiter-Verbandes (DMV).