Kategorie: Hildesheim Themen

Ostarbeiterinnenlager Langer Garten 17

Die Sackfabrik des jüdischen Unternehmers Gustav Fränkel produzierte Jute-Säcke und Industriefilter insbesondere für die Kali-, Rohzucker-, Weißzucker- und Mühlenindustrie. 1914 zog sie von der Kaiserstraße 39 zum Langen Garten 7–8 um. Sie beschäftigte zwischen 100 und 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wobei der Anteil der Frauen über achtzig Prozent lag. Die Firma erweiterte sich und nutzte die Gebäude Langer Garten 17, 19, 21 und 23 als Produktionsstätten sowie Rohstoff- und Warenlager.

Hermann-Göring-Haus · Polizeigefängnis

1938 wurden die „Elektro- und feinmechanische Industrie GmbH“ (Elfi-Werke) mit Sitz in Hildesheim gegründet. Hier produzierte die Robert-Bosch GmbH im Auftrag des OKH entscheidend wichtige Teile für die Wehrmacht. In den Jahren 1938 – 1942 entstand der große Rüstungsbetrieb im Hildesheimer Wald. Der Betrieb wurde später umbenannt und erhielt die Bezeichnung „Trillke-Werke“. Das Unternehmen produzierte elektrische Anlagen (Anlasser, Gleichstromlichtmaschinen, Schwungkraftanlasser und Magnetzünder) für Kraftfahrzeuge, Panzer und Schiffe. Die Produktionsanlagen wurden ständig erweitert. Es wurde versucht die Gebäude für Flugzeuge schwer erkennbar zu machen. 1941/42 erhielt das Werk eine Gleisanlage.

Senking-Werke

1938 wurden die „Elektro- und feinmechanische Industrie GmbH“ (Elfi-Werke) mit Sitz in Hildesheim gegründet. Hier produzierte die Robert-Bosch GmbH im Auftrag des OKH entscheidend wichtige Teile für die Wehrmacht. In den Jahren 1938 – 1942 entstand der große Rüstungsbetrieb im Hildesheimer Wald. Der Betrieb wurde später umbenannt und erhielt die Bezeichnung „Trillke-Werke“. Das Unternehmen produzierte elektrische Anlagen (Anlasser, Gleichstromlichtmaschinen, Schwungkraftanlasser und Magnetzünder) für Kraftfahrzeuge, Panzer und Schiffe. Die Produktionsanlagen wurden ständig erweitert. Es wurde versucht die Gebäude für Flugzeuge schwer erkennbar zu machen. 1941/42 erhielt das Werk eine Gleisanlage.

Die Stadthalle als KZ- Außenstelle

Im Februar 1945 wurden die zahlreichen Konzentrationslager in der Gegend um Waldenburg und Schweidnitz vor der heranrückenden Roten Armee evakuiert, darunter auch am 16. Februar Wüstegiersdorf. Fünf- bis sechstausend halbverhungerte Häftlinge wurden in einem Todesmarsch bis nach Parschnitz getrieben, annähernd 80 Kilometer durch die Ausläufer des Eulen- und Riesengebirges. Der größte Teil der entkräfteten und völlig unzulänglich gekleideten Menschen wurde am 18. Februar in das KZ Flossenbürg gebracht.

Trillke-Werke GmbH -Bosch

1938 wurden die „Elektro- und feinmechanische Industrie GmbH“ (Elfi-Werke) mit Sitz in Hildesheim gegründet. Hier produzierte die Robert-Bosch GmbH im Auftrag des OKH entscheidend wichtige Teile für die Wehrmacht. In den Jahren 1938 – 1942 entstand der große Rüstungsbetrieb im Hildesheimer Wald. Der Betrieb wurde später umbenannt und erhielt die Bezeichnung „Trillke-Werke“. Das Unternehmen produzierte elektrische Anlagen (Anlasser, Gleichstromlichtmaschinen, Schwungkraftanlasser und Magnetzünder) für Kraftfahrzeuge, Panzer und Schiffe. Die Produktionsanlagen wurden ständig erweitert. Es wurde versucht die Gebäude für Flugzeuge schwer erkennbar zu machen. 1941/42 erhielt das Werk eine Gleisanlage.

Vereinigte Deutsche Metallwerke

Die Vereinigten Deutschen Metallwerke (VDM) wurden 1930 in Frankfurt gegründet, bereits 1934 nahmen die VDM -Halbzeugwerke GmbH Hildesheim am Römerring den Betrieb auf. In der Umgangssprache wurde es „Metallwerk“ genannt. Der Betrieb war von Anfang an auf die Rüstungsproduktion ausgerichtet, die VDM fungierten als Zulieferbetrieb für die Luftwaffe. In Hildesheim wurden Flugzeugteile produziert: Zylinderköpfe, Pumpenteile, Kurbelgehäuse, Ölwannen und Kleinteile für Flugzeugmotoren. Viele dieser Teile waren für die Daimler-Benz-Motoren DB-Motor 603 und 605, später auch für den Junkers-211 Motor bestimmt. In der Abteilung Räderwerk wurden Felgen für Flugzeugräder, Flugzeugfahrwerke und Luftschrauben hergestellt; darüber hinaus gehörten auch Tragflächenversteifungen zum Produktionsprogramm. In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung wurden die Bruchstücke von abgeschossenen feindlichen Flugzeugen auf ihre Metall-Legierungen hin analysiert.

Wetzell Gummiwerke AG · Hildesheim

Das Unternehmen siedelte sich im Jahr 1878 an der Schützenwiese an und fertigte Gummiwaren vom Gartenschlauch bis zu Schlauchbooten.
Die Wetzell Gummiwerke AG wurden bei Ausbruch des Krieges zum Rüstungswerk erklärt, das hauptsächlich für die Marine produzierte. Das Werk stellte Militärgasmasken, Schwimmwesten für die Marine und Luftwaffe, Schlauchboote für die Marine, Gummiteile für die Torpedoversuchsanstalt in Eckernförde sowie Spezialverbindungen für die Plexiglaskanzeln der Flugzeuge der Luftwaffe her.

Die jüdischen Mitglieder im Hildesheimer Museumsverein von 1844

Text: Hartmut Häger

Zu den Katastrophen des 20. Jahrhunderts zählt auch der Umgang mit den „jüdischen“ Mitgliedern nach 1933. 22 Mitglieder jüdischer Herkunft konnten insgesamt identifiziert werden, neun verließen den Verein zwischen 1933 und 1938. Zwei Mitglieder und sieben ihrer Angehörigen wurden in der Schoah ermordet oder in den Tod getrieben. Sie sollen anlässlich des 175-jährigen Jubiläums des Museumsvereins und „seines“ Museums in den Dank einbezogen und biografisch vorgestellt werden.

Das geschah mit einem Vortrag am 27. Januar 2020 im Roemer- und Pelizaeus-Museum. Für alle in der Schoah ums Leben gekommenen Mitglieder und Familienangehörigen wurden nach der Veranstaltung spontan Stolperstein-Patenschaften übernommen. Die Verlegung der Stolpersteine ist für November 2020 geplant.


Der Text wurde zuerst veröffentlicht in: Michael Schütz (Hg.): Hildesheimer Jahrbuch für Stadt und Stift Hildesheim. 2019. Hildesheim: Gebrüder Gerstenberg GmbH & Co. KG (91), S. 131–169. Nach der Drucklegung wurden einige Korrekturen erforderlich, zum einen hinsichtlich der Abwendung der Familie Leeser vom Judentum, zum anderen wegen der Verwechselung von Wilhelm und William Dux. Sie sind in der beigefügten PDF enthalten.

Jüdische Schüler am Josephinum

Auf den zweifellos bedeutendsten jüdischen Schüler des Josephinums machte vor
einigen Jahren der Conjosephiner Prof. Dr. Arno Herzig aufmerksam: Moritz Güdemann, dem Oberrabbiner von Wien und hoch gelobtem Gelehrten.1 Der 1835 in
Bolzum geborene und 1918 verstorbene Moritz Güdemann besuchte ab 1843 bis zu
seinem Abitur 1853 das Josephinum. Über seine Schulzeit am Hildesheimer Domhof
wusste er in seiner Autobiographie viel Positives zu sagen, insbesondere auch über
die Rücksichtnahme, die ihm als Juden an einer katholischen Schule entgegengebracht wurde. Die jüdischen Schüler mussten z.B. ebenso wie die protestantischen
nicht am katholischen Religionsunterricht oder an den katholischen Gottesdiensten
teilnehmen.